Gestalten und so

Der Film »Gestalten und so« ist ein Versuch über Banalität. Über alltägliche Banalität sowieso. Doch vor allem ist er ein Versuch über Banalität, wie man sie in einem Bereich menschlicher Tätigkeit antrifft, der sich eigentlich dem Kampf gegen das Banale verschrieben hat, dem Schaffen von Schönheit und Illusion, dem Entwerfen des Besonderen, Interessanten und Neuartigen, kurz - dem Design.
»Gestalten und so« ist in diesem Sinne eigentlich ein Spielfilm unter der Maske des Dokumentarischen. Die Gestalten sind sämtlich und vollständig erfunden. Es gibt sie nur als Kunstwerk, als Ausgeburten der Phantasie, respektive Beobachtungsgabe. Wenn es sie gäbe, würde man von ihnen sagen: wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Sie sind echter als echt. Die zentrale Schwierigkeit dabei, nämlich die Balance zu halten zwischen Typizität und Wiedererkennbarkeit der Charaktere einerseits und ihrer lebenswarmen und naturalistischen Ausgestaltung andererseits, ist gleichzeitig die Herausforderung.
Ein Film von Jack Kraska, Jan Meyer-Veden und Niels Verhaag